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Reisebericht Frankreich 2016

 

Reisebericht Frankreich 2016:

 

Normandie-Bretagne -Loire

 

Am ersten Reisetag, dem 31.08.kamen wir bis zum Aire Camping Car „Sainte Claire“ in Neuchatel en Bray, auf dem wir gegen 22 Uhr zur Ruhe kamen. Keine 700km von zu Hause, obwohl wir schon morgens um 8Uhr wegkamen. Allerdings brachte eine Panne am Auspuff auf der Höhe von Aachen unseren Zeitplan um reichlich 2 Stunden in Verzug.

   

 

Am 2. Reisetag endlich am Meer…allerdings noch nicht in der Bretagne, sondern in der Normandie, die sich uns bei Le Havre über die imposante Hängebrücke erschloss. Ein kurzer Tankstopp bei Bayeux  überraschte uns mit der beeindruckenden Kirche des Ortes. Zugleich wurden wir mit der Zeitgeschichte der Region konfrontiert, einem unüberschaubaren Soldatenfriedhof und einem Museum zur alliierten Landung. – Nach der anstrengenden Anfahrt stand uns der Sinn nach ein wenig Ruhe, bevor wir uns auf den Touristenmagnet St. Michel einlassen wollten. Die Wahl fiel auf einen bäuerlichen Camp Ground „ La Ferme du Bord de Mer“  mit Blick auf Mühle  und                                                                            

 

Meer nahe des kleinen Hafenörtchens Barfleur.

    

  

 Nach vier erholsamen Tagen, nach denen wir das Gefühl hatten, angekommen zu sein, starten wir am 05.in Richtung St. Michel und St. Malo. Das Wetter war bis dahin mild, sonnig, mal bedeckt. Erst am Samstag ließ uns ein Schauer die Markise ausfahren ,  der Sonntag war betrübt und milchig, wodurch ich mal Zeit zum Schreiben hatte.

 

Ebbe in Barfleur Beim ersten Mal ein befremdlicher Anblick.

Wie gestrandete Fische, ihrer wahren Bestimmung beraubt, liegen die Bote auf der Seite.

 

  Das Weltkulturerbe kommt ohne Vorwarnung. Im Nieselregen sind wir gestartet, die Reisebusfrequenz nimmt zu. Unerwartet erscheint im Frühdunst die berühmte Silhouette hinter einer grünen Wiese, aus der Zeit gefallen und futuristisch zugleich.

 

   

 

Wir steuern den direkten Stellplatz an, von wo aus nach kurzem Fußweg die Shuttlebus Haltestellte erreichbar ist. Alles sehr bequem, was auch gut ist, denn die Kräfte benötigt man, um den sakralen Bereich zu ersteigen, der einen weiteren Reiz neben der exponierten Lage von St. Michel ausmacht.

 Nachdem wir am Anreisetag den Nachmittag zur Besichtigung benötigten, wollte Gabi am nächsten Morgen noch einen Walkinggang hin zum Berg unternehmen, um den grandiosen Blick „festzuschreiben“.

 Ein Abstecher ins Landesinnere über Dole, einer beschaulichen mittelalterlichen Stadt,  der Kurzstopp beim Champ Dolent Menhir  und die anschließende

Übernachtung in Chambourg  -auch ohne Schlossblick- ließen uns das nächste „Sightseeing Muss“ erkunden.

 

          

 

Nach Parkplatzsuche im Außenbereich erreichten wir entlang der Strandpromenade St. Malo. Die im Reiseführer empfohlene Umrundung der Altstadt auf der ehemaligen Befestigungsmauer ist unwidersprochen weiterzugegeben.

Der Drang, endlich Meer und Strand pur zu genießen, nahm zu. Ein Camping Municipal bei Plevenon am Cap Frehel erfüllte unsere Wünsche.

  Eine bilderbuchartige Steilküste mit feinsandigen Badebuchten, markierte Wanderwege zu Leuchttürmen und Aussichtspunkten durch blühende Heidelandschaften begeisterte uns. Bevor wir die nördliche Bretagne verlassen, sollte noch ein privater Tipp-unterlegt mit einer überzeugenden Homepage der Region- angesteuert werden, auch wenn kein konkreter Übernachtungshinweis vorlagt.

  

Amient in der Nähe von Cleder war das Ziel. Ein Campingplatz mit allen Merkmalen der Nachsaison, aber einem großen überdachten Pool und freier Platzwahl erwartete uns. Und die  war nicht zu toppen…

 

 

 Direkt am Strand stehen und eine weitere Cap-Wanderung unternehmen, danach stand uns der Sinn. Erquy und das gleichnamige Cap wurden angesteuert. Den letzten freien Platz auf einem WoMo Stellplatz zu belegen, war zwar nicht der Wunschtraum. Aber ein unendlicher Strand davor und ein abwechslungsreicher Fußweg in den Ort ließ dies auch mal zu. Zumal am nächsten Tag ein echter Traumstrand auf uns wartete:   Nur  dieses Törchen trennte uns vom Plage.

  Ausgedehnte Strandgänge, Ansätze von Badeaktivitäten und kulinarische Köstlichkeiten stärkten uns für die Cap-Wanderung.

 

Der Wanderweg folgt übrigens der Route des Zöllnerweges, der uns entlang der Küste immer wieder begegnete

 Ein letzter Abend in Pabu und in der Gewissheit, viele weitere Besonderheiten der Bretagne auszulassen, starten wir von Perros-Guirec zu unserer Rundtour durch die de Cote de Granit Rose.

 

Der Supercampingplatz –Außen-und Innenpool

 mit gepflegtem Interieur bietet den idealen Einstieg in den Fußweg durch die Naturmonumente.

  

   

 Bei einem Sun Downer mit Blick auf die Villa Ker Wel, dem Wohnsitz von Gustav Eiffel, lassen sich die grandiosen Eindrücke gut verarbeiten.

   

Nach zwei Übernachtungen zog es uns weiter nach Westen entlang der Granitküste. Tregastel lädt auch zum Verweilen ein. Stellplatz in der Nähe des Aquariums eröffnet viele herrliche Ausblicke.

    

 

Nach einem Abstecher in Lannion geht es weiter über St-Michel-en-Greve zum westlichsten Punkt unserer Reise. Ein „Geheimtipp“ und animiert über eine Internetseite ließen uns nach Cleder fahren, um hier zu campieren, ohne zu wissen, was uns erwartet: Ohnegleichen ein krönender Abschluss im Camping Les Capucines.

 Hoch über den Dünen mit Meeresrauschen und grandiosen Ausblicken ließen wir die Naturgewalten auf uns wirken.

 

 

 Der Zöllnerpfad lässt uns auch hier nicht los. Das pitoresque Wachhäuschen gibt historisches Zeugnis davon. 

  

 

 

Bei nebligen englischem Wetter-eine echte Ausnahme in den vier Wochen-fuhren wir vom Camping Vacancers de Roguennic nach Concarneau an die Südküste. Von einem gut besuchten Stellplatz (W-mobil Stellplatzführer) eine halbe Stunde von der Altstadt entfernt Quartier nehmend, ließ sich über einen der Küstenlinie folgenden Fußweg die Stadt erkunden, zumal am Ende die Befestigungsanlage mit einem kleinen Fährschiff schnell erreichbar ist (Letzte

    

    Rückfahrt leider schon um 18,30).

  

Tags darauf stand Pont Aven, ein kleines Künstlerdorf bekannt durch das Wirken des Malers Gauguin, auf unserem Programm.

  

 Nach so viel „Kultur“ wollten wir Meer. Um endlich die bis dahin vernachlässigten Räder zu nutzen, folgten wir dem Radtipp Bekannter und tourten auf schmalen Straßen bis nach Quiberon, dem größten Ort auf der gleichnamigen Halbinsel, um uns endlich auszutoben.

  

Die Cote Sauvage  bot eine gut ausgewiese abwechslungsreiche Rundtour von ca. 40km. Quiberon, eine touristisch stark frequentierte Region, bot viel Abwechslung, zumal unser Campingplatz am Cap Conguel einen idealen Ausgangspunkt darstellte, auch wenn er tariflich der Spitzenreiter war.

  

Nach frischen im Hafen erstandenen Austern-das Öffnen trotz mitgeführten Spezialmesser gestaltete sich zeitraubend und gefährlich- sagten wir der Küste und der Bretagne Ade  und fuhren nach Samur an der Loire.

   

Die Tagestour war überschattet davon, dass unser etwas abseits gelegene Stellplatz aus dem Stellplatzführer nicht ausfindig zu machen war und wir entnervt im Dunklen noch 12 km hinter der Loirestadt auf einem Wiesengelände unser Nachtquartier aufschlagen mussten.  In Turquaut auf einem direkt am Fluss gelegenem Campingplatz, der Isle de Montcerneau, fühlen wir uns dann gut aufgehoben.          

  

Die Loire, eine kulturgesättigte Flusslandschaft, ist auch eine attraktive Region für Fahrradfahrer aller Coleur. Durch Flussauen, Auenwälder und kleine Dörfer führen gut ausgewiesene Wege immer wieder zum Fluss.

  

Eine Fahrradtour führte uns über Rigny-Usse bis nach Brehement, von wo wir mit dem Zug nach Saumur zurückfuhren (64 km).

 

Entlang unseres Standortes reihen sich Wein- und Sektkellereien, die in Felsenhöhlen des weichen Tuffsteins ihre Niederlassungen hatten und heute Künstlern als Atelier dienen .

   Ein Tagesausflug zu zwei der vielen Chateaus an der Loire ließen uns Villandry und Chenonceaux am Nebenfluss Cher ansteuern. Das erste ist für seine Gartenanlagen, das zweite für seine exponierte Lage über dem Fluss bekannt.

   

Nach einem Zwischenstopp in Beaugenray (ruhiger kostenfreier Stellplatz am Fluss mit Blick auf die Loirebrücke)  kurz vor Orleans ging es dann in einem Rutsch heimwärts.

 

Nach vier Wochen und 3400 zurückgelegten Kilometer durch Frankreich mit dem  Schwerpunkt Bretagne sind wir gesättigt mit bleibenden Eindrücken erholt und gesund wieder zu  Hause angelangt.

 

Mal sehen, was noch kommt….. 

 

 

Gabi und Wolfram Haering unterwegs im Detlef Globetrotter auf Fiat Ducato 2,5 D, Baujahr 1995

 

Lahntal, September 2016